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Second Story
19:47Aufruf zur Teilnahme an einem Kunstprojekt von Aoife Van Linden Tol
Die Londoner Künstlerin Aoife Van Linden Tol lädt ein, an ihrem Projekt „Second Story“ im Rahmen der NGBK-Ausstellung „Achtung Sprengarbeiten!“ teilzunehmen. Van Linden Tol sprengt Papiermaterialien und überführt sie in ein Kunstwerk.
Van Linden Tol’s Sprengarbeiten in Büchern und auf Papier erschaffen elegante und schöne Muster. Sie erzeugen Zeichen oder verletzen das Objekt, bewahren aber den Gegenstand. Die Objekte werden verändert, aber nicht vollständig zerstört.
Reichen Sie Material aus Papier ein, das für Sie eine besondere persönliche Bedeutung besitzt
Die Sprengarbeiten sind öffentlich und finden mit Unterstützung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) am 12. September 2007 auf deren Gelände in Horstwalde südlich von Berlin statt.
Die transformierten Objekte werden in der Ausstellung „Achtung Sprengarbeiten!“ in der NGBK, Oranienstraße 25 in Berlin-Kreuzberg, vom 19. Oktober bis 2. Dezember 2007 ausgestellt.
Ausgehend vom Ausstellungsthema untersucht das Projekt die Wirkung von Worten und Bildern als explosive Kraft. Van Linden Tol geht es um die psychischen Kräfte des Individuums, und die Gefühle, die man empfindet, wenn man mit tatsächlichen physikalischen Explosionen konfrontiert wird. Diese starken Empfindungen inspirierten Van Linden Tol bei ihrem Vorhaben, das vielen Menschen ermöglichen soll, ihren eigenen Dialog mit diesen explosiven Kräften zu führen. Die Künstlerin wendet sich an alle Interessierten und hofft, die Emotionen der BewohnerInnen der Region zu ergründen.
Wie muss das einzureichende Objekt aussehen?
1. Das Objekt muss aus Papier, Pappe oder ähnlichem Material beschaffen sein.
2. Das Objekt soll eine starke emotionale Bedeutung für die einreichende Person/Institution/etc. haben.
3. Bitte schildern Sie in ein oder zwei Sätzen welche emotionale Bedeutung der eingereichte Gegenstand für Sie hat. Füllen Sie das Einreichformular aus und legen Sie es dem zu sprengenden Objekt bei.
Das Formular kann hier http://sprengarbeiten.projektraum.org heruntergeladen werden.
Beispiele
Das Buch, das Sie beeindruckt oder Ihr Leben verändert hat; das Foto einer verstorbenen nahe stehenden Person; ein Tagebuch, das nie wieder jemand lesen soll; Postkarten; Poster; Plattenhüllen von Lieblingsplatten; Archivdaten; statistische Datensätze von Dingen, die einem wichtig sind oder die eine kulturhistorische Bedeutung haben; Drucke; Zeitungsartikel; Reden; das Bild des Ortes, an dem man den ersten Kuss/Orgasmus/Streit hatte; historische/politische Publikationen, die einen beeindruckt oder motiviert haben; nie abgeschickte Liebesbriefe; Kunstwerke; Zeichnungen; Bilder; Fotografien.
Ausstellung
Die Objekte werden mit einer kurzen Erläuterung ausgestellt. Der Name des Einreichenden und der Grund für die Einreichung bleiben auf Wunsch geheim, die Entscheidung darüber bleibt jedem selbst überlassen. Allerdings ist jede zusätzliche Information hilfreich bei der Entscheidung, wie die Künstlerin das Objekt sprengen soll.
Wo sollen die Gegenstände hingeschickt bzw. abgegeben werden
Objekte können im Ausstellungsraum der NGBK abgegeben (tägl. 12–18.30Uhr) oder per Post geschickt werden:
NGBK, Second Story, Arbeitsgruppe Achtung Sprengarbeiten! Oranienstraße 25, 10999 Berlin.
Nach der Ausstellung können die eingereichten Objekte – jetzt in Kunstwerke verwandelt – in der NGBK abgeholt werden. Ein Rückversand ist nicht möglich.
Bitte beachten Sie, dass Sie ihren Gegenstand in veränderter, leicht gesprengter Form zurückerhalten!
Termine
bis 6. September 2007 werden Einreichungen im Ausstellungsraum der NGBK, täglich von 12–18.30Uhr entgegengenommen. Bei zu vielen Objekten behält sich die Künstlerin eine Auswahl vor.
12. September 2007 ab 10 Uhr: künstlerische Sprengarbeiten auf dem Freiversuchsgelände der BAM in Horstwalde.
19. Oktober 2007, 19 Uhr: Vernissage Achtung Sprengarbeiten!
20. Oktober bis 2. Dezember: Ausstellung Achtung Sprengarbeiten!
5. Dezember: Abholung der eingereichten Objekte
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung BAM weist auf folgende Sicherheitsmaßnahmen hin:
„Der Aufenthalt auf dem Freiversuchsgelände der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) erfolgt auf eigene Gefahr. Das Befahren des Versuchsgeländes ist nur auf den asphaltierten Straßen während dieser Veranstaltung gestattet. Zur Einhaltung der Sicherheitsvorschriften wird gebeten, den Anordnungen des BAM-Personals Folge zu leisten.“
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